Verknüpfung

Das Verhalten „Verknüpfung“ erzwingt die Übereinstimmung des vom Verhalten betroffenen Parameters mit einem anderen „verknüpften“ Parameter. Der Quellenparameter kann demselben Objekt oder einem anderen Objekt zugewiesen werden. Die verknüpften Parameter müssen numerische Daten enthalten. Parameter, die mittels eines Markierungsfelds, eines Menüs oder eines anderen nicht-numerischen Werts gesteuert werden, können nicht verknüpft werden. Die verknüpften Parameter müssen außerdem dieselbe Anzahl von Attributen aufweisen. Es ist zum Beispiel nicht möglich, den Parameter „Skalieren [X-Y-Z]“ oder einen anderen mehrdimensionalen Parameter mit einem Parameter wie etwa „Deckkraft“ zu verknüpfen, der nur über einen Schieberegler verfügt. Es ist hingegen möglich, den mehrdimensionalen Parameter „Skalieren [X-Y-Z]“ mit dem Parameter „Position [X-Y-Z]“ zu verknüpfen.

Informationsfenster mit dem Verhalten „Verknüpfung“

Die Werte des Quellenparameters können so skaliert werden, dass sie besser zum Zielparameter passen. Ein Quellenparameter mit einem Wertebereich von 1 - 100 kann skaliert werden, wenn er auf einen Parameter mit einem Wertebereich von 0 - 1 angewendet wird. Die Werte können auch gegenüber der Quelle versetzt werden und der Effekt kann zur Erzeugung unterschiedlicher Effekte mit dem Zielwert gemischt werden.

Das Verhalten „Verknüpfen“ lässt sich auf einen Parameter anwenden, der mit Verhalten oder Keyframes animiert wird. Es hat aber keine Auswirkungen auf den Parameter, wenn die Start- oder Endwerte auf „0“ eingestellt sind.

Wenn Sie mit dem Verhalten „Verknüpfen“ den Parameter „Position“ eines Objekts steuern, basieren die verknüpften Koordinaten auf dem Mittelpunkt der aktuellen Gruppe. Wenn ein Objekt mit einem anderen Objekt in derselben Gruppe verknüpft ist, verwenden beide daher dieselbe Position. Gehört das Quellenobjekt hingegen einer anderen Gruppe an, können die Koordinaten den Eindruck eines Versatzes im Raum erwecken.

Wenn Sie die Übereinstimmung einer bestimmten Position zwischen Gruppen mit unterschiedlichen Mittelpunkten erreichen wollen, können Sie in der Gruppe mit dem Quellenobjekt ein unsichtbares Pseudoobjekt (Dummy) erstellen, dieses mit dem Quellenobjekt verknüpfen und schließlich mithilfe des Verhaltens „Bewegung anpassen“ die Position des Pseudoobjekts für das beabsichtigte Zielobjekt übernehmen. Das Verhalten „Bewegung anpassen“ kompensiert den Versatz einer Position zwischen verschiedenen Gruppen und bietet zusätzlich die Möglichkeit, ein Objekt an ein anderes Objekt anzuhängen oder alternativ die Transformationen des Quellenobjekts zu simulieren. Weitere Informationen zum Verhalten „Bewegung anpassen“ finden Sie unter Verhalten „Bewegung anpassen“ – Übersicht.

Sie können anstelle der Objektkoordinaten auch die Koordinaten der Gruppe verknüpfen und die gewünschte Position mithilfe des Parameters „Versatz“ des Verhaltens „Verknüpfen“ bestimmen. In diesem Fall kann es aber geschehen, dass das verknüpfte Objekt nicht in der erwarteten Weise bewegt wird, wenn die betreffende Gruppe anschließend zu einer anderen Gruppe hinzugefügt wird.

Hinweis: Wird das Verhalten „Verknüpfen“ hinzugefügt, wird es nicht standardmäßig aktiviert. Klicken Sie auf das Aktivierungsfeld neben dem Namen des Verhaltens im Bereich „Verhalten“ des Informationsfensters, um das Verhalten zu aktivieren.

Im Informationsfenster „Verhalten“ wird dieses Verhalten mithilfe von Steuerelementen angepasst:

  • Quellobjekt: Ein Objektfeld zum Definieren des Quellenobjekts, in dem sich der Quellenparameter befindet. Klicken Sie auf das Einblendmenü „Zu“, um ein Quellobjekt im aktuellen Projekt auszuwählen.

  • Quellparameter: Ein Einblendmenü mit dem Parameter, der als Quelle für das Verhalten „Verknüpfung“ dient. Verwenden Sie dieses Menü, um einen neuen Quellenparameter auszuwählen. In diesem Einblendmenü werden nur solche Parameter angezeigt, deren Wertetyp und deren Anzahl von Attributen mit dem Parameter übereinstimmen, der im Einblendmenü „Anwenden auf“ (Zielparameter) ausgewählt ist.

    Hinweis: Für „Quellparameter“ wird nach Möglichkeit standardmäßig der Parameter gewählt, der in der Zeile „Anwenden auf“ (nachfolgend beschrieben) ausgewählt ist.

    Wichtig: Durch eine Änderung der Einstellung für „Anwenden auf“ (Zielparameter) ändern sich die Parameter, die im Einblendmenü „Quellenparameter“ angezeigt werden. Wenn Sie einen gewünschten Parameter in der Liste nicht finden können, müssen Sie ggf. einen Zielparameter auswählen, zu dem eine Verknüpfung hergestellt werden kann.

  • Anwenden auf: Ein Einblendmenü mit dem betroffenen Parameter. Verwenden Sie dieses Menü um das Verhalten einem anderen Parameter zuzuweisen.

  • Modus anwenden: Ein Einblendmenü, mit dem Sie festlegen können, wie die Werte des Quellenparameters den Zielparameter beeinflussen sollen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:

    • Zur Quelle hinzufügen: Addiert den Wert des Quellenparameters zum vorhandenen Wert des Zielparameters.

    • Quelle integrieren: Multipliziert den Wert des Quellenparameters mit dem vorhandenen Wert des Zielparameters.

    • Mit Quelle ersetzen: Ersetzte den vorhandenen Wert des Zielparameters durch den Wert des Quellenparameters.

  • Zeitabhängig mischen: Ein Einblendmenü, mit dem Sie festlegen können, wie schnell die Werte des Quellenparameters sich auf den Zielparameter auswirken. Folgende Optionen stehen zur Auswahl: „Beschleunigen“, „Verlangsamen“, „Hinein-/Hinausbewegen“, „Beschleunigen“ (Antreiben), „Verzögern“, „Beschleunigen/Verzögern“ und „Eigener Mix“.

  • Zeitbereich mischen: Ein Schieberegler, der verfügbar ist, wenn im Einblendmenü „Zeitabhängig mischen“ eine Option zum Beschleunigen ausgewählt ist, mit der die Anzahl der Bilder gesteuert wird, über die sich die Beschleunigung erstreckt.

    Tipp: Die Optionen „Beschleunigen“ und „Beschleunigen“ (Antreiben) setzen beim In-Punkt des Verhaltens „Verknüpfen“ ein. Die Optionen „Verlangsamen“ und „Verzögern“ enden beim Out-Punkt des Verhaltens. Sie können daher den Beginn oder das Ende des Beschleunigungs- bzw. Verlangsamungsvorgangs bestimmen, indem Sie das Verhalten „Verknüpfen“ in der Timeline trimmen.

  • Eigener Mix: Ein Schieberegler, der verfügbar ist, wenn für den Parameter „Zeitabhängig mischen“ die Option „Eigener Mix“ ausgewählt ist. Mit dem Schieberegler können Sie eine benutzerdefinierte Mischung aus den Werten des Quellen- und des Zielparameters erstellen.

  • Skalieren: Ein Schieberegler, mit dem Sie einen Wert einstellen, der mit dem Wert des Quellenparameters multipliziert wird, bevor dieser auf das Ziel angewendet wird.

  • Verknüpfen, wenn: Ein Einblendmenü, mit dem ein Grenzwert festgelegt werden kann, wenn Werte der Quelle auf das Ziel angewendet werden. Fünf Optionen stehen zur Auswahl:

    • Beliebiger Quellwert: Für die Werte des Quellenparameters gibt es keine Grenzwerte. Im Bereich „Verhalten“ des Informationsfensters wird unten ein Versatzwerteregler für jede Einstellung angezeigt, die mit dem Quellenparameter assoziiert ist. Für einen Quellenparameter mit nur einem Regler (z. B. für den Parameter „Deckkraft“) wird nur ein solcher Versatzwerteregler angezeigt. Für einen mehrdimensionalen Parameter (z. B. für den Parameter „Position [X-Y-Z]“ wird ein Versatzwerteregler für jede der drei Einstellungen angeboten.

    • Quellwert über dem Minimum: Die Verknüpfung wird nur angewendet, wenn der Quellenwert über dem definierten Minimum liegt. Ist der Quellenwert kleiner als das definierte Minimum, wird das Verhalten „Verknüpfen“ gestoppt. Wenn Sie diese Option auswählen, wird das Markierungsfeld „Arretierquellwert innerhalb des Bereichs“ angezeigt. Zugleich werden unten im Bereich „Verhalten“ des Informationsfensters für jede mit dem Quellenparameter assoziierte Einstellung der Versatzwerteregler und der Regler für den Minimalwert angezeigt. Für einen Quellenparameter mit nur einem Regler (z. B. für den Parameter „Weichzeichnen“ eines Schattenwurfs) werden der Versatzwerte- und der Minimalwerteregler für diese eine Einstellung angezeigt. Für einen mehrdimensionalen Parameter (z. B. für den Parameter „Skalieren [X-Y-Z]“ werden ein Versatzwerte- und ein Minimalwerteregler für jede der drei Einstellungen angeboten.

    • Quellwert unterhalb des Maximums: Die Verknüpfung wird nur angewendet, wenn der Quellenwert unter einem festgelegten Maximalwert bleibt. Ist der Quellenwert größer als das definierte Maximum, wird das Verhalten „Verknüpfen“ gestoppt. Wenn Sie diese Option auswählen, wird das Markierungsfeld „Arretierquellwert innerhalb des Bereichs“ angezeigt. Zugleich werden unten im Bereich „Verhalten“ des Informationsfensters für jede mit dem Quellenparameter assoziierte Einstellung der Versatzwerteregler und der Regler für den Maximalwert angezeigt. Für einen Quellenparameter mit nur einem Regler (z. B. für den Parameter „Rundheit“ einer Form) werden nur der Versatzwerte- und der Maximalwerteregler für diese eine Einstellung angezeigt. Für einen mehrdimensionalen Parameter (z. B. für den Parameter „Rotation [X-Y-Z]“ werden ein Versatzwerte- und ein Maximalwerteregler für jede der drei Einstellungen angeboten.

    • Quellwert zwischen Min. und Max.: Die Verknüpfung wird nur angewendet, wenn der Quellenwert innerhalb eines definierten Bereichs bleibt. Ist der Quellenwert kleiner als das definierte Minimum oder größer als das definierte Maximum, wird das Verhalten „Verknüpfen“ gestoppt. Wenn Sie diese Option auswählen, wird das Markierungsfeld „Arretierquellwert innerhalb des Bereichs“ angezeigt. Zugleich werden unten im Bereich „Verhalten“ des Informationsfensters für jede mit dem Quellenparameter assoziierte Einstellung der Versatzwerteregler und die beiden Regler für den Minimal- und den Maximalwert angezeigt. Für einen Quellenparameter mit nur einem Regler (z. B. für den Parameter „Auslaufen“ einer Form), wird nur ein Set dieser drei Regler (für den Versatz, das Minimum und das Maximum) für diese Einstellung bereitgestellt. Für einen mehrdimensionalen Quellenparametern (z. B. für den Parameter „Füllfarbe [Rot, Grün, Blau]“), werden Sets mit je drei Reglern für jede dieser Einstellungen bereitgestellt.

    • Quellwert außerhalb von Min. und Max.: Die Verknüpfung wird nur angewendet, wenn der Quellenwert außerhalb eines definierten Bereichs bleibt. Ist der Quellenwert größer als das definierte Minimum oder kleiner als das definierte Maximum, wird das Verhalten „Verknüpfen“ gestoppt. Wenn Sie diese Option auswählen, wird das Markierungsfeld „Arretierquellwert innerhalb des Bereichs“ angezeigt. Zugleich werden unten im Bereich „Verhalten“ des Informationsfensters für jede mit dem Quellenparameter assoziierte Einstellung der Versatzwerteregler und die beiden Regler für den Minimal- und den Maximalwert angezeigt. Für einen Quellenparameter mit nur einem Regler (z. B. für den Parameter „Zeichenbreite für Kontur“) wird nur ein Set dieser drei Regler (für den Versatz, das Minimum und das Maximum) für diese Einstellung bereitgestellt. Für einen mehrdimensionalen Parameter (z. B. für den Parameter „Scherung [X-Y]“) wird für jede dieser Einstellungen je ein Set dieser drei Regler bereitgestellt.

  • Arretierquellwert innerhalb des Bereichs: Ein Markierungsfeld, das verfügbar ist, wenn im Einblendmenü „Verknüpfen, wenn“ eine Option ausgewählt ist, für die ein Minimal- oder ein Maximalwert erforderlich ist. Wenn Sie diese Option auswählen, werden Werte, die außerhalb des definierten Bereichs liegen, auf den höchsten bzw. niedrigsten zulässigen Wert fixiert.

  • (Parameter) Versatz: Ein Schieberegler, mit dem Sie einen konstanten Versatz zwischen dem Wert des Quellenparameters und dem Wert definieren, der auf den Zielparameter angewendet wird.

  • (Parameter) Minimum: Ein oder mehrere Schieberegler, die verfügbar sind, wenn Sie im Einblendmenü „Verknüpfen, wenn“ die Option „Quellwert über dem Minimum“, „Quellwert zwischen Min. und Max.“ oder „Quellwert außerhalb von Min. und Max.“ auswählen. Für jede Komponente des Quellenparameters wird ein Regler für den Minimalwert angezeigt. Durch das Anpassen dieses Reglers können Sie einen Minimalwert definieren, der einschränkt, ab welchem Wert das Verhalten „Verknüpfen“ aktiv ist.

  • (Parameter) Maximum: Ein oder mehrere Schieberegler, die verfügbar sind, wenn Sie im Einblendmenü „Verknüpfen, wenn“ die Option „Quellwert unter dem Maximum“, „Quellwert zwischen Min. und Max.“ oder „Quellwert außerhalb von Min. und Max.“ auswählen. Für jede Komponente des Quellenparameters wird ein Regler für den Maximalwert angezeigt. Durch das Anpassen dieses Reglers können Sie einen Maximalwert definieren, der einschränkt, bis zu welchem Wert das Verhalten „Verknüpfen“ aktiv ist.