Oszillieren

Das Verhalten „Oszillieren“ animiert einen Parameter durch zyklisches Abwechseln zwischen zwei Werten. Für das Verhalten können Sie angeben, wie weit der höchste und der niedrigste Wert auseinander liegen, und die Anzahl der Oszillationen pro Minute festlegen. Mit dem Verhalten „Oszillieren“ lassen sich alle Arten zyklischer Effekte erstellen. Wenn Sie das Verhalten „Oszillieren“ zum Beispiel auf die Eigenschaft „Rotation“ eines Objekts anwenden, wippt das Objekt vor und zurück, da die Eigenschaft „Rotation“ zyklisch zwischen der Summe aus dem Originalrotationswert plus bzw. minus dem Wert „Amplitude“ hin und her wechselt, der im Verhalten „Oszillieren“ festgelegt ist.

Wenn Sie das Verhalten „Oszillieren“ auf den X-Wert des Parameters „Skalieren“ anwenden, ergibt sich ein zyklischer Wechsel der Breite des Objekts. Das Objekt wird über die Dauer des Verhaltens wiederholt gedehnt und gestaucht.

Das Verhalten „Oszillieren“ funktioniert additiv, d. h., der vom Verhalten generierte Wert wird zu dem Originalwert des Parameters addiert, auf den das Verhalten angewendet wird.

Im Informationsfenster „Verhalten“ wird dieses Verhalten mithilfe von Steuerelementen angepasst:

  • Wellenform: Ein Einblendmenü, mit dem Sie die Form der Welle der Oszillation (Waveform) festlegen. Vier Formen stehen zur Auswahl:

    • Sinus: Die standardmäßige Wellenform erzeugt eine homogene Animation zwischen Werten. Wenn beispielsweise das Verhalten „Oszillieren“ auf den Parameter „Deckkraft“ eines Objekts angewendet wird und „Sinus“ als Wellenform eingestellt ist, wird das Objekt homogen ein- und ausgeblendet.

      Standardmäßige Wellenform des Verhaltens „Oszillieren“ im Keyframe-Editor
    • Quadrat: Erzeugt abrupte Änderungen bei den Werten. Wenn beispielsweise das Verhalten „Oszillieren“ auf den Parameter „Deckkraft“ eines Objekts angewendet wird und „Quadrat“ als Wellenform eingestellt ist, blinkt das Objekt wiederholt auf (wie eine Lampe, die ein- und ausgeschaltet wird).

      Verhalten „Oszillieren“ mit auf „Quadrat“ eingestellter Wellenform
    • Sägezahn: Erzeugt eine im Zeitverlauf ansteigende und dann abrupt abfallende Welle. Wenn beispielsweise das Verhalten „Oszillieren“ auf den Parameter „Deckkraft“ eines Objekts angewendet wird und „Sägezahn“ als Wellenform eingestellt ist, wird das Objekt allmählich ein- und abrupt ausgeblendet (wie eine Lampe, die mit einem Dimmer langsam heller gestellt und dann mit dem Netzschalter ausgeschaltet wird).

      Verhalten „Oszillieren“ mit auf „Sägezahn“ eingestellter Wellenform
    • Dreieck: Erzeugt ähnlich wie die Sinuswelle eine homogene Animation zwischen Werten, allerdings mit stärkeren Änderungen bei den Übergängen. Wenn beispielsweise das Verhalten „Oszillieren“ auf den Parameter „Deckkraft“ eines Objekts angewendet wird und „Dreieck“ als Wellenform eingestellt ist, wird das Objekt abrupter ein- und ausgeblendet als das bei der Einstellung „Sinuswelle“ der Fall wäre.

       Verhalten „Oszillieren“ mit auf „Dreieck“ eingestellter Wellenform
  • Phase: Ein Schieberegler, mit dem der Punkt in der angegebenen Oszillation festgelegt wird, an dem das Verhalten einsetzt. Dieser Parameter erlaubt Ihnen, mehrere Objekte, auf die dasselbe Verhalten „Oszillieren“ angewendet wird, phasenversetzt zueinander einzustellen, damit sie nicht völlig gleich aussehen.

  • Amplitude: Ein Schieberegler, mit dem die Maximalwerte eingestellt werden, zwischen denen der Parameter oszilliert. Der Parameter „pendelt“ zwischen dem Amplitudenwert und dessen Negativwert hin und her. Höhere Werte resultieren in extremeren Pendelausschlägen vom Anfang zum Ende jeder Oszillation.

  • Geschwindigkeit: Ein Schieberegler, mit dem Sie die Geschwindigkeit der Oszillation anpassen (in Schwingungen pro Minute). Höhere Werte bewirken schnellere Oszillationen.

  • Bereich halbieren: Ein Markierungsfeld mit dem (falls aktiviert) die Sinuswelle (oder eine andere Wellenform) halbiert wird, damit der Wert 0 nicht überschritten wird. Wenn beispielsweise der Parameter „Amplitude“ auf den Wert „100“ eingestellt ist, oszilliert der Parameter zwischen den Werten „100“ und „–100“. Wenn Sie das Markierungsfeld „Bereich halbieren“ aktivieren, oszilliert der Parameter dagegen nur noch zwischen „100“ und „0“. Wenn der Parameter „Amplitude“ auf den Wert „-100“ eingestellt ist, oszilliert der Parameter zwischen den Werten „-100“ und „0“.

    Tipp: Wenn Sie das Verhalten „Oszillieren“ auf den Parameter „Position“ anwenden, „Sinus“ als Wellenform auswählen und das Markierungsfeld „Bereich halbieren“ aktivieren, erhalten Sie einen Abpralleffekt.

    Keyframe-Editor mit dem Effekt bei markiertem Feld „Bereich halbieren“
  • Start des Versatzes: Ein Schieberegler, mit dem der Beginn des Verhaltenseffekts relativ zum ersten Bild seiner Position in der Timeline verzögert wird. Durch Anpassen dieses Parameters können Sie bewirken, dass das Verhalten verzögert einsetzt. Die Maßeinheit für diesen Parameter ist „Bilder“.

  • Ende des Versatzes: Ein Schieberegler, mit dem das Ende des Verhaltenseffekts relativ zur Position des letzten Bilds seiner Position in der Timeline verschoben wird (Angabe in Bildern). Durch Anpassen dieses Parameters können Sie bewirken, dass der Effekt vor dem Ende der Zeitleiste des Verhaltens in der Timeline stoppt. Wenn Sie diesen Schieberegler zum Stoppen des Effekts verwenden, anstatt das Ende der Zeitleiste des Verhaltens in der Timeline zu trimmen, können Sie das Ende des Effekts für die restliche Dauer des Objekts „einfrieren“. Durch Trimmen des Endes des Verhaltens wird das Objekt auf seinen ursprünglichen Parameter zurückgesetzt.

  • Anwenden auf: Ein Einblendmenü, in dem der Parameter angezeigt wird, auf den sich das Verhalten auswirkt. Es kann dazu genutzt werden, das Verhalten einem anderen Parameter neu zuzuordnen.